Besseringen/Saar
Ortsteil der Kreisstadt Merzig
staatl. anerkannter Erholungsort
Partnergemeinde Linsengericht/Hess.

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Das B-Werk Besseringen

 

B-Werk Besseringen

In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg entstand an der Westgrenze des damaligen Deutschen Reiches ein vom Niederrhein bis kurz vor Basel reichender, rund 630 Kilometer langer Festungsring aus Bunkern, Panzersperren, Gräben und Stacheldrahtverhauen - der Westwall, der bei den Allierten auch als "Siegfried-Linie" bezeichnet wurde.
Das Verteidigungssystem bestand aus über 18.000 Bunkern, Stollen, Gräben und Panzersperren; es wurde ab 1936 geplant und nach 1938 gebaut. Allerdings war die Anlage eher von propagandistischem als von strategischem Wert wie der Kriegsverlauf an der Westfront zu Beginn und am Ende des Krieges beweist.
Das B-Werk Besseringen, als einziges von ehemals 32 Panzerwerken des Westwalls noch in seiner gesamten originalen Bausubstanz und allen Waffenkuppeln erhalten, wurde im September 2005 der Öffenlichkeit zugänglich gemacht.

Die Bezeichnung "B-Werk" bezieht sich auf die Ausbaustärke und bedingte eine Wand- und Deckenstärke von 1,50 Meter. Es wurde in den Jahren 1938 und 1939 erbaut, verfügt über 44 Räume auf drei Ebenen in die Tiefe und war mit Sechsschartentürmen, Maschinen, Filter, Beobachtungstürmen- und Mannschaftsräumen ausgestattet. Das wehrtechnisch bemerkenswerte Baudenkmal, von dem an der Oberfläche lediglich die Panzerkuppeln und der Eingangsbereich wahrzunehmen sind, erstreckt sich auf einer Länge von 24,60 Metern und einer Breite von 17,80 Metern. Konzeptionell war das B-Werk für 90 Mann Besatzung ausgelegt, die im Krisenfall 30 Tage lang völlig autark im Bunker hätten kämpfen sollen. Es gab eine eigenständige Wasser- und Stromversorgung.
Der Bau der Anlage hat damals rund 1.300.000 Reichsmark gekostet, was heute in heutiger Währung ca. 25 Mio Euro entspricht.

Kuppel  Im Innern

Die Bewaffnung:

Im Untergeschoss dokumentiert eine ständige Ausstellung die Kämpfe am Orscholzriegel, Verluste in der Zivilbevölkerung und informiert über Verfolgung und Widerstand in unserer Region.

Das B-Werk Besseringen ist mittlerweile zu einem touristischen Highlight der Stadt und der Region geworden und gleichzeitig ein wichtiges Mahnmal an eine schlimme Zeit und gegen das Vergessen.. Das B-Werk Besseringen befindet sich am Rande des Gewerbegebietes Siebend zwischen Merzig und Besseringen, direkt an der Autobahnzufahrt zur A8 und der B51.

Der Parkplatz mit Hinweistafel zum B-Werk befindet sich ganz in der Nähe an der Brücke der Querspange zur A8 in Richtung Besseringen. Von dort führt ein kurzer Fußweg zum B-Werk.

Bericht in der SZ vom 02.06.2010.

Öffnungszeiten und weitere Informationen über das B-Werk erhält man bei:

Bezeichnung Telefon
Touristinfo +49 6861 72120                                         E-Mail:  tourist@merzig.de

Kulturamt

+49 6861 85490

Verein für Heimatkunde

+49 6835 3654

Regelbau1

Knapp 100 m entfernt vom B-Werk befindet sich auch ein "Regelbau1 des Limesbau Programm von 1938". Leider wird dieses Bauwerk im Zuge des Baus der Ortsumgehung Besseringen nicht mehr zugänglich sein, da der Bau exakt auf der Trassenführung der für Besseringen so wichtigen Ortsumgehung liegt.

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